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| Sind Sie Millionär? |
Haben
Sie schon einmal ausgerechnet, was Sie in Ihrem Arbeitsleben verdienen werden? Ein
Beispiel: Ein 25jähriger möchte mit 63 Jahren "in Rente" gehen. Bei einem
Jahresgehalt von 20.000,- EUR ergeben sich 750.000,- EUR Einkommen bis zum Ruhestand.
Dabei sind zukünftige Gehaltssteigerungen noch nicht berücksichtigt. |
| Das Risiko |
Derzeit stehen in Deutschland ca. 36
Millionen gesetzlich Versicherte im Erwerbstätigenalter 2,2 Millionen Frührentnern
gegenüber. Unfall oder Krankheit haben sie um Arbeit und Gehalt gebracht. |
| Der gesetzliche Anspruch |
Arbeitnehmer
sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert.
Aber auch bei überdurchschnittlichen Beitragszahlungen bietet
diese nur eine Grundversorgung, ca. 1/4 des letzten Einkommens bei
Berufsunfähigkeit, bzw. 1/3 bei Erwerbsunfähigkeit. Berufsanfänger
müssen - außer bei Arbeitsunfällen - Wartezeiten erfüllen, ehe
sie mit Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung rechnen
können.
NEU
ab 01.01.2001:
Gesetzliche
Rentenversicherte , die nach dem 01.01.1961 geboren sind, haben
nach dem Rentenreformgesetz 2001 nur noch Anspruch auf eine
gestaffelte Erwerbsminderungsrente.
Dabei spielt die berufliche Qualifikation keine Rolle mehr, d.h.
der Rentenversicherungsträger kann dem Versicherten auch Tätigkeiten
zumuten, die keiner oder nur geringer beruflicher Qualifikation
bedürfen:
- Wer noch
mindesten 6 Std. täglich irgendeiner Tätigkeit (z. B. Parkwächter)
nachgehen kann, erhält KEINE Rente.
- Bei
Arbeitsfähigkeit zw. 3 und 6 Std. täglich wird eine HALBE
Erwerbsminderungsrente gezahlt.
- Erst wer
außerstande ist, mindestens 3 Std. täglich irgendeiner Tätigkeit
nachzugehen, hat Anspruch auf eine VOLLE
Erwerbsminderungsrente.
Für alle
Personen, die nach dem 01.01.1960 geboren wurden hat die Bedeutung
einer privaten Absicherung der Arbeitskraft also weiter an
Bedeutung gewonnen - besonders für hoch qualifizierte Arbeitskräfte. |
| Die Ursachen für Berufsunfähigkeit |
In ca. 97 % der Fälle liegt eine Krankheit
zugrunde, in nur ca. 3 % ein Unfall. Dabei dominieren Herz-Kreislauferkrankungen (rd. 19
%) sowie Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen (rd. 29 %). 
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| Die Verantwortung |
Die statistische Zahl von über 2 Millionen
Berufs- oder Erwerbsunfähigen steht für Schicksale, deren Tragweite kaum zu ermessen
ist. In der Regel sind Familien betroffen, die in Erwartung eines ununterbrochenen
Arbeitslebens des Hauptverdieners entsprechende Verpflichtungen (z.B. Hausfinanzierung)
eingegangen sind. Neben der Gefährdung des erreichten Lebensstandards droht bei
Berufsunfähigkeit auch eine geringere Altersversorgung, da keine Beiträge mehr in die
gesetzliche Rentenversicherung entrichtet werden. Die Auffassung, kaufmännisch oder
verwaltend tätige Personen seien grundsätzlich weniger gefährdet als z.B. handwerklich
Berufstätige, kann sich als teurer Trugschluss erweisen: Ein Bandscheibenvorfall, Krebs,
Herzinfarkt oder Autounfall können jeden treffen. |
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